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10 gute Gründe

All I Really Need To Know I Learned In Kindergarten

Robert Fulghum (geb. 1937)
Foto: Petr Novák, Wikipedia

Robert Fulghum: "All I Really Need To Know I Learned In Kindergarten" (1986)

Zusammenfassung

Wer wissen will, warum der Kindergarten so wichtig ist, der kann es hier erfahren. Der amerikanische Autor Robert Fulghum erinnert sich an folgende Erfahrungen aus seiner Kindergartenzeit:

  • Teile, was du hast, mit anderen
  • Schlage niemanden
  • Lege alles dorthin zurück, von wo du es genommen hast
  • Räume deine Unordnung auf
  • Nimm nichts an dich, was dir nicht gehört
  • Entschuldige dich, wenn du jemand weh getan hast
  • Wasch dir die Hände vor dem Essen
  • Warmes Gebäck und frische Milch sind gut für dich
  • Lebe ausgeglichen: Lerne ein wenig und denke ein wenig und zeichne und male und singe und tanze und spiele und arbeite jeden Tag ein wenig
  • Mache jeden Nachmittag ein kleines Schläfchen
  • Wenn du aus deinem Haus gehst, dann achte auf den Verkehr, fass dich mit anderen an der Hand und bleibt zusammen
  • Halte dich offen für Wunder
  • Goldfische und Hamster und weiße Mäuse und sogar die kleinen Samenkörner im Styroporbecher  - sie sind alle sterblich. Wir auch.
  • Denke immer an die Bilderbücher und an das erste Wort, das du gelernt hast – das wichtigste Wort überhaupt: „Da“ (im Sinne von „schau“)

Gegen Ende des Textes wird die Perspektive erweitert und Aussagen werden auf das gesellschaftliche Leben bezogen – durchaus mit ironischem Augenzwinkern: Man stelle sich nur vor, was für eine bessere Welt es wäre, wenn alle, wirklich alle Menschen jeden Nachmittag gegen drei Uhr Gebäck und Milch hätten und sich dann mit ihrer Wolldecke zur kurzen Ruhe legen könnten, oder wenn alle Regierungen es als einen politischen Grundsatz befolgten, alles wieder dorthin zurückzubringen, von wo sie es weggenommen haben, und ihre Unordnung aufräumten. Und es bleibt wahr, gleichgültig, wie alt man ist: Wenn man in die Welt hinausgeht, ist es am besten, zusammenzubleiben und sich gegenseitig an die Hand zu nehmen.

Es ist oft das Einfache und Unscheinbare, das große Dinge zusammenhält.

Wenn wir Erwachsene und auch die, die in unserer Gesellschaft und auf der ganzen Welt als Politiker Verantwortung tragen auf das Einfache und Unscheinbare achten und dies berücksichtigen würden, dann sähe die Welt doch viel friedlicher und freundlicher aus!

Martin Berger, Direktor