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Unser Profil

Highlights aus der Schulgemeinschaft

Wer das Leben liebt, spricht auch darüber, was das Leben zerstören kann

In der Schulgemeinschaft haben wir darüber gesprochen, dass wir aus der Geschichte lernen können, wenn wir die Erinnerung wach halten. Wir müssen wachsam sein, um Entwicklungen zu erkennen. Diese Haltung gehört zur Friedenspädagogik. Erinnern und bedenken birgt die Chance zu lernen, zu verändern. Erinnern kann uns helfen, empfindsam zu werden für heutige Menschenfeindlichkeit und gegenwärtiges Unrecht.

Menschen, die in der Vergangenheit etwas ungewöhnlich Gutes getan haben, können durch Erinnern zum Vorbild werden. Es gibt viele von ihnen. Wir haben uns an Johannes Reuchlin erinnert. Er ist 68 Jahre alt geworden und das war für die damalige Zeit eigentlich ein reifes Alter. Johannes Reuchlin lebte von 1455 bis 1523 in Pforzheim, also vor  500 Jahren.Reuchlin war Wissenschaftler, er war Ratgeber und Schreiber von Graf Eberhard. Eines Tages wurde Reuchlin mit einem Gutachten beauftragt. Die Frage war, „ob man den Juden sämtliche Bücher beschlagnahmen, beseitigen und verbrennen solle“. Johannes Reuchlin wusste, welche Antwort man von ihm erwartete und welche Antworten die anderen Gutachter geben würden. Warum etwas riskieren? Trotzdem antwortete er klar und eindeutig, „dass man der Juden Bücher nit soll verbrennen, sondern sie zugänglich machen, pflegen und sehr in Ehren halten, als Quellen, aus denen der wahre Sinn und das Verständnis der Heiligen Schrift uns zufließt“. Sein Urteil kam ihn teuer zu stehen. Er wurde zwar nicht umgebracht, aber er stürzte in die Armut ab.

Woher hat er den Mut genommen?

Vielleicht hat er an Jesus gedacht, der sich um die Mehrheitsmeinung auch nicht gekümmert hat, sondern denen beigestanden hat, die es brauchten.

The holy or the broken Hallelujah

Während der Passionszeit gestaltete Dozentin Silvia Butz-Horlacher eine besondere Aktion mit der Schulgemeinschaft. Der kursübergreifende Chor, in Grüppchen verteilt im Saal, empfing die "Schulgemeinde" mit dem Lied  Rhythm of LIFE (Matthew Kelly). Thematisch ging es – im Rhythmus des Lebens –  um die menschliche Erfahrung „gebrochenen Lebens“. Und dazu bot sich dann auch das sinnlich-getragene Lied von Leonhard Cohen, Hallelujah, als Aufhänger an: „The holy or the broken Hallelujah“ - siehe Video unten. Gedanken und Gebete wurden in einer offenen Phase dieser Schulgemeinschaftsstunde aufgeschrieben, Kerzen entzündet und die Studierenden konnten sich Segensworte zusprechen lassen.
Martin Berger, Direktor

Dada Peng in der Haller Fachschule

Lesung mit Dada Peng und Maurice Ripp an der Gitarre.

Die ambulante Kinderhospizarbeit in Schwäbisch Hall feiert ihr 10-jähriges Jubiläum mit kulturellen Veranstaltungen und Vorträgen. Kürzlich berichtete Astrid Winter, ehrenamtliche Mitarbeiterin, in der Schulgemeinschaft der Haller Fachschule von den Hilfs- und Unterstützungsangeboten für die Familien im Landkreis Schwäbisch Hall.

Anfang November fand eine weitere beeindruckende Veranstaltung zum 10-jährigen Bestehen des Kinderhospizes in unserer Fachschule statt. Dada Peng gab ein Gastspiel. Dada Peng ist ein Songwriter, Sänger, Moderator und Buchautor. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter unterstützt er die Hospizbewegung. Seine Musik-Lesung (`buch vom leben und sterben´ - Dada Peng schreibt immer alles klein…) wurde von Gitarrist und Freund Maurice Ripp unterstützt.

Das Haller Tagblatt hat über den mitreißenden Auftritt berichtet:
http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/_tu-wonach-dir-ist_-13999588.html

Gerne war die Fachschule für diese Jubiläumsveranstaltung „Austragungsort“ und ein Ort der Begegnung.

Martin Berger, Direktor

Schulgemeinschaft: Wir geben uns Zeit

Jeden Mittwoch treffen wir uns zur Schulgemeinschaft. Alle, die in der Haller Fachschule mittwochs um 9:45 Uhr anwesend sind, unterbrechen die Arbeit und finden sich im Saal ein. „Wir geben uns Zeit", so lautet das diesjährige Motto. Und für dieses Zusammentreffen hat uns der Freundeskreis der Haller Fachschule mit einer großzügigen Spende das passende liturgische Element gespendet: Ein besonders geformter Stehpult mit Kerzenablage, erstellt von Helmut Graf – ein vielseitig begabter Mann, Musiker, Künstler und Sozialpädagoge. Er hat für uns ein alltagstaugliches und dennoch spirituelles, ein inspirierendes Werk geschaffen und selbst vorgestellt. Er ließ anklingen, dass er sich inzwischen selbst in sein Werk verliebt habe, es gar nicht mehr gerne weitergebe, aber doch zuversichtlich sei, dass es in gute Hände komme. Wir danken Herrn Graf und dem Freundeskreis der Fachschule herzlich!

Martin Berger, Direktor