Fachschule feiert Ackerfest und Auszeichnung
Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune trafen sich am 24. September 2026 Lehrkräfte sowie die Schülerschaft der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik, um gemeinsam zu feiern. Neben der Ernte gab es heuer noch einen besonderen Grund dafür: die Verleihung des Nachhaltigkeitspreises der Stadt Schwäbisch Hall. Mehr…
Eingeladen hatten die beiden Fachdozentinnen Gesine Graf sowie Dorothea Kühner mit ihrer Gruppe „Nachhaltigkeit in Aktion“. Neben verschiedenen Projekten rund um nachhaltiges Handeln ist die Pflege des Schulackers eine der Aufgaben der Gruppe. Die damit verbundene Ernte wird zum Anlass genommen, in verschiedenen projektorientierten Aufgaben die Themen Ökologie, nachhaltige Organisation und Ernährung in den Fokus zu rücken. So standen die Auszubildenden vor der Herausforderung, ein Fest auf die Beine zu stellen – von der Planung, über Ernte und Verarbeitung der geernteten Lebensmittel bis hin zur Programmgestaltung beim Fest.
Das Ergebnis überzeugte auf ganzer Linie. Nach der Eröffnung wartete die Gruppe mit einem vielfältigen Buffet auf, das mit selbstgemachten Getränken sowie Speisen alle Vorlieben berücksichtigte. Die kleinen Besucher*innen kamen beim Spielen im Grünen auf ihre Kosten und eine gehörige Portion Spannung gab es bei der Tombola, die den Hauptgewinnenden eine reich gefüllte Erntebox versprach. Und schließlich – fast wie eine Art Highlight – kamen die Anwesenden beim gemütlichen Feuer zusammen.
Mit ihrer Aktion führten die Auszubildenden vor Augen, wie unkompliziert und mit wie viel Freude Nachhaltigkeit umgesetzt werden kann, und rechtfertigten sozusagen „in der Tat“ die Verleihung des Nachhaltigkeitspreises, den die Schule zwei Tage zuvor von der Stadt Hall erhalten hatte.
Bereits 2023 als „Faire Schule“ zertifiziert, geht die Evangelische Fachschule damit einen Schritt weiter, indem sie bei den angehenden pädagogischen Fachkräften und damit auch bei ihren künftigen „Schützlingen“ ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln fördert. Ganz nach dem Motto der Zertifizierung von 2023 „Fair handeln – Schöpfung bewahren“.
Marinela Seitz, Dozentin
Feuer und Flamme für die Nachhaltigkeit
Wir sind "Faire Einrichtung"
Nachhaltigkeit ist uns wichtig - nicht nur im Unterricht zu BNE-Schwerpunktthemen, sondern auch bei der Gestaltung unserer Schulgemeinschaft.
Gute Ideen für mehr Nachhaltigkeit bei der offiziellen Überreichung des Zertifikats "Faire Einrichtung"
Die Schulgemeinschaft als Zusammenkunft aller Lehrenden und Lernenden der Haller Fachschule ist immer eine Besonderheit. Im Februar 2023 erlebten wir einen weiteren Höhepunkt: die offizielle Zertifizierung der Schule als „Faire Einrichtung“. Dazu reiste Mareike Erhardt als Vertreterin des Diakonischen Werks Württemberg aus Stuttgart an und überreichte den Verantwortlichen die offizielle Urkunde sowie Plakette.
AG „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
Die entscheidenden Impulse zu dieser Auszeichnung hat die Arbeitsgemeinschaft „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ mit Stephanie Geymann, Ulrike Gysin, Annika Häffner, Dorothea Kühner und Dr. Cornelia Schäfter geleistet. In einem partizipativen Prozess wurden nach und nach sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler einbezogen und Ziele entwickelt. Grundlage dafür waren die von der Diakonie sowie Brot für die Welt ausgearbeiteten Bereiche nachhaltigen Handelns, die dazu beitragen sollen, dass Hunger sowie Armut überwunden und Menschen weltweit in Würde leben können. Dazu zählen unter anderem Kriterien für Beschaffung und Bewirtung, Elektronik, Geschenke, Büromaterialien und Druckerzeugnisse, Müllvermeidung und vieles mehr.
Entwicklungschancen durch FairTrade
Mareike Erhardt machte die globale Verkettung eindrücklich an dem Beispiel einer jungen Peruanerin deutlich, deren Familie durch die Umstellung auf Fairtrade-Anbau und Handel ihrer Tochter eine Schulbildung und damit Entwicklungschancen ermöglichen konnte. Jeder einzelne, aber auch die Schule als Einrichtung tragen als Konsumierende dazu bei, indem sie nachhaltig und fair handeln. So hat die Arbeitsgruppe Leitlinien entwickelt, die dieses Vorhaben konkretisieren: Die Beschaffung soll möglichst regional, saisonal und aus biologischem Anbau sein. Zudem sollen beispielsweise die Gemeinwohlökonomie unterstützt, Verpackungsmüll vermieden und gebrauchte Güter durch Upcycling weitergebraucht werden. In einer an die offizielle Überreichung anschließenden Stationenpräsentation stellte die Fachschule schließlich vor, was bisher erreicht wurde: Umsetzung nachhaltiger Beschaffungsrichtlinien, Umstellung auf Recyclingpapier im Schulalltag sowie bei Druckerzeugnissen, Förderung von Regionalität, Entwicklung von Upcycling-Projekten für beispielsweise Kunstgestaltung, Sammlung und Spenden von Wertstoffen.
Viele neue Ideen
Und wie so oft zeigte sich, dass es wichtig ist, den ersten Schritt zu tun. Denn angeregt durch die präsentierten Beispiele entstanden seitens der Schulgemeinschaft viele neue Ideen zum Ausbau des Nachhaltigkeitsvorhabens. Auf ein gutes Gelingen!
Marinela Seitz, Dozentin

