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Unser Profil

Aus der Schulgemeinschaft

Neue Schulleiterin ab Sommer 2019

Dr. Cornelia Becker (Mitte) wurde zur neuen Schulleiterin der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Schwäbisch Hall ab Sommer gewählt. Die beiden Vorsitzenden des Trägervereins, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann und Diplom-Pädagogin Heidi Fritz, gratulieren sehr herzlich zur Wahl.

Die Mitgliederversammlung des Trägervereins hat Dr. Cornelia Becker zur neuen Direktorin der Haller Fachschule ab Sommer 2019 gewählt. Martin Berger, seit 20 Jahren Direktor der Fachschule und bereits seit 27 Jahren als Dozent im Haus, geht im August in die passive Phase der Altersteilzeit. Die künftige Schulleiterin ist 49 Jahre alt und hat nach dem Abitur in Darmstadt zunächst eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert. Nach einem anschließenden Soziologie-Studium mit Promotion arbeitete sie unter anderem als Dozentin in der Erzieherausbildung am Elisabethenstift Darmstadt und an der Fachschule für Sozialpädagogik im Landkreis Görlitz. Zu ihren aktuellen Tätigkeitsbereichen beim evangelischen Kita-Landesverband gehören neben der Fachberatung für die Region Main-Tauber-Kreis außerdem die landesweiten Projekte Qualitätsentwicklung, Inklusion und die Kooperation Kindergarten-Grundschule.

„Wir freuen uns sehr, solch eine kompetente und erfahrene Person als Schulleiterin gewonnen zu haben“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, erster Vorsitzender des Vereins Evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik. „Der Standort Schwäbisch Hall liegt uns sehr am Herzen. Unsere Evangelische Fachschule hat einen hervorragenden Ruf und ist bestens vernetzt in der Region. Mit ihrem Know-how aus Lehrtätigkeit, Kita-Erfahrung und Qualitätsmanagement wird Cornelia Becker die Entwicklung der Erzieherausbildung in Schwäbisch Hall weiter voranbringen.“

An der Haller Fachschule werden 250 Schülerinnen und Schüler von einem engagierten Dozententeam unterrichtet und auf ihrem Weg in den Beruf begleitet. „In der Erzieherausbildung an unserer Fachschule legen wir großen Wert auf eine Atmosphäre, die von Akzeptanz, Vertrauen und Wertschätzung gekennzeichnet ist“, sagt Heidi Fritz, zweite Vorsitzende im Trägerverein, „deshalb ist es uns wichtig, dass die neue Schulleiterin das evangelische und friedenspädagogische Profil der Haller Fachschule prägen und weiterführen wird. Die Gesellschaft braucht dringend bestens ausgebildete pädagogische Fachkräfte für eine sinnstiftende Erziehung und Bildung der anvertrauten Kinder und Jugendlichen.“

Die Pressemitteilung kann als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Kronenkreuz in Gold für Maria Pendolino-Cammalleri

Direktor Martin Berger überreicht das Kronenkreuz der Diakonie in Gold an Maria Pendolino-Cammalleri.

Bereits seit 25 Jahren arbeitet Maria Pendolino-Cammalleri im Reinigungsdienst an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Schwäbisch Hall. Als Ausdruck der großen Wertschätzung für den langjährigen Einsatz überreichte ihr Martin Berger, Direktor der Haller Fachschule, das Kronenkreuz der Diakonie in Gold.

 „Alle „Köpfe und Hände“ sind uns in der Fachschule wichtig, denn nur so kann eine Schulgemeinschaft gelingen“, sagte Berger bei der Übergabe, „wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und gratulieren herzlich zum 25-jährigen Dienstjubiläum.“ Der Schulleiter verriet außerdem, dass die Jubilarin ursprünglich aus Sizilien stammt und das Kollegium immer wieder gerne die mitgebrachten sizilianischen Orangen und das Olivenöl verkostet.

Die Überreichung der Brosche mit Ehrenurkunde geschah unter anhaltendem Applaus im Rahmen der Gesamtlehrerkonferenz mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachschule.

Wer das Leben liebt, spricht auch darüber, was das Leben zerstören kann

In der Schulgemeinschaft haben wir darüber gesprochen, dass wir aus der Geschichte lernen können, wenn wir die Erinnerung wach halten. Wir müssen wachsam sein, um Entwicklungen zu erkennen. Diese Haltung gehört zur Friedenspädagogik. Erinnern und bedenken birgt die Chance zu lernen, zu verändern. Erinnern kann uns helfen, empfindsam zu werden für heutige Menschenfeindlichkeit und gegenwärtiges Unrecht.

Menschen, die in der Vergangenheit etwas ungewöhnlich Gutes getan haben, können durch Erinnern zum Vorbild werden. Es gibt viele von ihnen. Wir haben uns an Johannes Reuchlin erinnert. Er ist 68 Jahre alt geworden und das war für die damalige Zeit eigentlich ein reifes Alter. Johannes Reuchlin lebte von 1455 bis 1523 in Pforzheim, also vor  500 Jahren.Reuchlin war Wissenschaftler, er war Ratgeber und Schreiber von Graf Eberhard. Eines Tages wurde Reuchlin mit einem Gutachten beauftragt. Die Frage war, „ob man den Juden sämtliche Bücher beschlagnahmen, beseitigen und verbrennen solle“. Johannes Reuchlin wusste, welche Antwort man von ihm erwartete und welche Antworten die anderen Gutachter geben würden. Warum etwas riskieren? Trotzdem antwortete er klar und eindeutig, „dass man der Juden Bücher nit soll verbrennen, sondern sie zugänglich machen, pflegen und sehr in Ehren halten, als Quellen, aus denen der wahre Sinn und das Verständnis der Heiligen Schrift uns zufließt“. Sein Urteil kam ihn teuer zu stehen. Er wurde zwar nicht umgebracht, aber er stürzte in die Armut ab.

Woher hat er den Mut genommen?

Vielleicht hat er an Jesus gedacht, der sich um die Mehrheitsmeinung auch nicht gekümmert hat, sondern denen beigestanden hat, die es brauchten.

The holy or the broken Hallelujah

Während der Passionszeit gestaltete Dozentin Silvia Butz-Horlacher eine besondere Aktion mit der Schulgemeinschaft. Der kursübergreifende Chor, in Grüppchen verteilt im Saal, empfing die "Schulgemeinde" mit dem Lied  Rhythm of LIFE (Matthew Kelly). Thematisch ging es – im Rhythmus des Lebens –  um die menschliche Erfahrung „gebrochenen Lebens“. Und dazu bot sich dann auch das sinnlich-getragene Lied von Leonhard Cohen, Hallelujah, als Aufhänger an: „The holy or the broken Hallelujah“ - siehe Video unten. Gedanken und Gebete wurden in einer offenen Phase dieser Schulgemeinschaftsstunde aufgeschrieben, Kerzen entzündet und die Studierenden konnten sich Segensworte zusprechen lassen.
Martin Berger, Direktor

Dada Peng in der Haller Fachschule

Lesung mit Dada Peng und Maurice Ripp an der Gitarre.

Die ambulante Kinderhospizarbeit in Schwäbisch Hall feiert ihr 10-jähriges Jubiläum mit kulturellen Veranstaltungen und Vorträgen. Kürzlich berichtete Astrid Winter, ehrenamtliche Mitarbeiterin, in der Schulgemeinschaft der Haller Fachschule von den Hilfs- und Unterstützungsangeboten für die Familien im Landkreis Schwäbisch Hall.

Anfang November fand eine weitere beeindruckende Veranstaltung zum 10-jährigen Bestehen des Kinderhospizes in unserer Fachschule statt. Dada Peng gab ein Gastspiel. Dada Peng ist ein Songwriter, Sänger, Moderator und Buchautor. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter unterstützt er die Hospizbewegung. Seine Musik-Lesung (`buch vom leben und sterben´ - Dada Peng schreibt immer alles klein…) wurde von Gitarrist und Freund Maurice Ripp unterstützt.

Das Haller Tagblatt hat über den mitreißenden Auftritt berichtet:
http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/_tu-wonach-dir-ist_-13999588.html

Gerne war die Fachschule für diese Jubiläumsveranstaltung „Austragungsort“ und ein Ort der Begegnung.

Martin Berger, Direktor

Schulgemeinschaft: Wir geben uns Zeit

Jeden Mittwoch treffen wir uns zur Schulgemeinschaft. Alle, die in der Haller Fachschule mittwochs um 9:45 Uhr anwesend sind, unterbrechen die Arbeit und finden sich im Saal ein. „Wir geben uns Zeit", so lautet das diesjährige Motto. Und für dieses Zusammentreffen hat uns der Freundeskreis der Haller Fachschule mit einer großzügigen Spende das passende liturgische Element gespendet: Ein besonders geformter Stehpult mit Kerzenablage, erstellt von Helmut Graf – ein vielseitig begabter Mann, Musiker, Künstler und Sozialpädagoge. Er hat für uns ein alltagstaugliches und dennoch spirituelles, ein inspirierendes Werk geschaffen und selbst vorgestellt. Er ließ anklingen, dass er sich inzwischen selbst in sein Werk verliebt habe, es gar nicht mehr gerne weitergebe, aber doch zuversichtlich sei, dass es in gute Hände komme. Wir danken Herrn Graf und dem Freundeskreis der Fachschule herzlich!

Martin Berger, Direktor